Rudolf Otto Arndt

Geburtsdatum:
26.04.1909 in Berlin-Charlottenburg, Preußen

Todesdatum:
03.05.1940

Sterbeort:
Buchenwald

Seine Freunde nannten ihn Rudi. Er wuchs in Berlin auf, als Sohn des Direktors der Jüdischen Mittelschule für Mädchen. Früh trat er der bündischen Jugend und später, als Schriftsetzerlehrling, dem kommunistischen Jugendverband bei. Im April 1931 erstmals wegen antimilitaristischer Propaganda verhaftet, erzwang er Monate später mit einem 16tägigen Hungerstreik seinen Prozess. Nach der Festungshaft lebte er illegal im Ruhrgebiet und beteiligte sich dort wie in Berlin am antifaschistischen Widerstand. Im Oktober 1933 fiel er der Gestapo in die Hände, war Häftling in Brandenburg und Dachau. Im Herbst 1938 verlegte ihn die SS als "politischen Juden" nach Buchenwald. Er wurde Pfleger im "Judenrevier" und half dort selbstlos. Als Blockältester der jüdischen Baracke trotzte er mutig den Zumutungen des Lagers, um die Insassen zu schützen. Viele verehrten ihn deshalb, anderen wurde er zu einflussreich. Kriminelle Häftlinge denunzierten ihn bei der SS. Er wurde im Steinbruch erschossen.

Haftnummer:
5417