Anna Peczenik

Geburtsdatum:
09.02.1911 in Sofia, Bulgarien

Todesdatum:
18.12.1944

Sterbeort:
Buchenwald

Anna wird als Tochter des Kaufmanns Arnold Gadol und seiner Frau Eugenie in Sofia geboren. Sie wächst in Wien in gutbürgerlichen Verhältnissen auf und heiratet 1931 der Schriftsteller Hermann Peczenik. Zwei Jahre später wird die gemeinsame Tochter Hanna geboren. Anna Peczenik tritt 1933 der verbotenen KPÖ bei und wird „wegen kommunistischer Betätigung“ zu mehreren Arreststrafen verurteilt. Später geht sie nach Paris und meldet sich von dort aus freiwillig zu den Internationalen Brigaden als Krankenschwester im spanischen Bürgerkrieg. Ihre Ehe wird geschieden, und auch Hermann kämpft in Spanien, wird aber später verhaftet und in Auschwitz ermordet. Nach der Niederlage der republikanischen Kräfte in Spanien arbeitet sie in Frankreich für die Résistance, später für die österreichischen Widerstandbewegung. Im Sommer 1944 verhaftet man die 33-Jährige, verschleppt sie ins Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. Von dort aus schickt sie die SS als jüdische Zwangsarbeiterin ins Buchenwald-Außenlager Polte Magdeburg. Im Dezember 1944 bringt man sie ins Stammlager Buchenwald, wo sich ihre letzte Spur findet. Alles deutet darauf hin, dass sie bald darauf ermordet wird. Tochter Hanna überlebt den Krieg bei den Großeltern in Athen und siedelt später nach Palästina über.
(A. Kropf)