Felix von Papen

Geburtsdatum:
12.05.1910 in Düsseldorf, Rheinprovinz

Todesdatum:
07.04.1945

Sterbeort:
Jena (Universitätsklinik)

Felix von Papen ist ein weitläufiger Verwandter Franz von Papens. 1933 wird er als erklärter Gegner des NS-Regimes erstmals verhaftet und bis 1934 im KZ Oranienburg inhaftiert. Danach steht er unter Beobachtung. 1938 emigriert Felix von Papen mit Frau und Kindern nach den Niederlanden. Dort arbeitet er als Journalist und Schriftsteller. In seiner im Exil erschienen Autobiographie beschreibt von Papen seine Erlebnisse im KZ und in Nazideutschland. In den mittlerweile deutschbesetzten Niederlanden wird von Papen 1941 verhaftet. 1942 kommt er als politischer Häftling nach Buchenwald. Der selbstbewusste von Papen wird dort zu seiner Disziplinierung mehrmals längere Zeit im Arrestzellenbau inhaftiert. Die verschärften Haftbedingungen nehmen ihn seelisch und körperlich schwer mit. Vermutlich wegen seiner Herkunft wird er nicht ermordet, sondern im August 1943 zur Behandlung einer Depression in die Nervenklinik Jena eingwiesen - er bleibt Häftling. Der behandelnde Arzt, der Psychiater Berthold Kihn, ist tief in "Euthanasie"-Verbrechen verstrickt. Wenige Tage vor dem Einmarsch der amerikanischen Truppen stirbt Felix von Papen in der Nervenklinik. Das Todesdatum und die Euthanasiepraxis unter Kihn legen den Verdacht nahe, dass Felix von Papen ermordet wurde.
(Philipp Scheide)

Haftnummer:
327