Feibusch Itzkewitsch

Geburtsdatum:
15.08.1891 in Lipsko, Galizien

Todesdatum:
24.07.1941

Sterbeort:
Sonnenstein [15.07.1941]

Feibusch Itzkewitsch ist Schuhmacher; sein Handwerk beherrscht er, das gibt ihm Selbstvertrauen für einen zweiten Anfang. Entlassen aus deutscher Kriegsgefangenschaft zieht er 1918 nach Ehmen und bleibt trotz nicht gewährter Einbürgerung. Jetzt nennt er sich Ferdinand, gründet eine Familie und sorgt für sie mit der eigenen Werkstatt. Doch als staatenloser Jude hat er kein Recht auf Eheschließung. So wird seine langjährige Lebensgemeinschaft mit einer nicht-jüdischen Frau durch die Nürnberger Gesetze jäh kriminalisiert. Als „Rasseschänder“ denunziert, muss er ins Gefängnis. Anschließend, im November 1938, weist ihn die Gestapo in Buchenwald ein. In seinen besorgten Briefen an Frau und Sohn, die ihm, der deutschen Schriftsprache unkundig, Mitgefangene aufschreiben, kämpft er gegen die Willkür der Bürokratie für die Emigration als einzig verbliebenen Ausweg. Und hofft auf ein Wiedersehen. Im Rahmen der Aktion „14f13“ wird er in der Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein im Gas ermordet.
(K. Schubert)

Haftnummer:
1925