Herbert Stefan Reymann

Geburtsdatum:
08.08.1905 in Gruben, Krs. Falkenberg, Schlesien

Todesdatum:
13.09.1942

Sterbeort:
Buchenwald

Die Schauspielerei ist seine Leidenschaft. Nach privater Ausbildung und Besuch der Filmschule München lässt er sich in Thüringen nieder, dort wo auch die Familie lebt. Seine Karriere beginnt Ende der 20er Jahre mit Engagements in Rudolstadt und Meiningen. Dabei lernt er seine Kollegin Marta Freudenheim kennen und lieben. Weil Sie Jüdin ist, wird ihre Beziehung unter den Nationalsozialisten kriminalisiert. Noch vor Kriegsbeginn entscheiden sie sich zur Flucht nach Belgien, wo beide jedoch 1940 verhaftet werden. Nach Internierung und Krankheit kehrt Herbert nach Eisenach zu seiner Schwester zurück. Aufgrund seiner Vergangenheit gerät er ins Visier der Gestapo. Im Oktober 1941 wird er in Buchenwald eingeliefert und hier in der Strafkompanie geschunden. Gleichzeitig bereitet man einen Prozess wegen „Rassenschande“ gegen ihn vor. Intimste Details seiner Beziehung mit Marta werden für die Anklage zusammengetragen. Zur Verhandlung kommt es nicht mehr. Herbert Reymann stirbt zuvor im Häftlingskrankenbau.
(T. Jugl)

Haftnummer:
1074